Beauty and Dissonance

Die Klangwelt des 16. Jahrhunderts in England und Flandern

Aufgrund des Vormarsches von Buchdruck und Reisen der europäischen Höfe (vor allem Karl V, Heiliger Römischer Kaiser 1519-1556) adaptierten Komponisten in ganz Europa gegenseitig ihre kompositorischen Stile. Die Musik dieses Programms vergleicht und kontrastiert die musikalische Kunstfertigkeit der englischen und franko-flämischen Schule und beleuchtet dabei besonders die faszinierende Verwendung der Dissonanz im Werk einiger Komponisten. Das Erforschen dieser Musik wirft auch die Frage auf, wie viel Einfluss die eine Schule auf die andere hatte.
Nicolas Gombert verwendet regelmäßig dissonante Harmonien, seine melodischen Linien zielen eher auf atemberaubende musikalische Effekte als auf klare Wortdeklamation. Der Engländer John Sheppard bevorzugte ebenfalls ähnlich üppige und auch dissonante Texturen. Die Werke von Komponisten sowie Vaet, Tallis und Tye zeigen jedoch, dass diese Epoche eine extreme Vielfalt an musikalischen Richtungen hervorbrachte. Wurde die Verbreitung gedruckter Werke anderer Nationen von manchen Komponisten ignoriert, während andere sie bereitwillig aufnahmen?

Mit Werken von: Gombert, Tallis, Tye, Vaet, Regnart, De Monte, Sheppard, Byrd.