In Paradisum

Eine musikalische Betrachtung des Übergangs von irdischem zu ewigem Leben

Die Konfrontation mit Tod und Vergänglichkeit, bzw. die Hoffnung auf ein Leben darüber hinaus inspirierte viele Komponisten der Geschichte zu ihren bedeutendsten Werken. Ob in Form eines Schwanengesanges, der für das eigene Schaffen einen krönenden Abschluss bilden, und ein Vermächtnis an die Nachwelt darstellen sollte, oder als gezielte Beschäftigung mit dem Themenkreis Tod, wie es in der Musik des 16. Jahrhunderts besonders durch Lamentationes, oder ein Requiem geschehen konnte - Die Aussagekraft dieser Werke bildet nur zu oft einen Höhepunkt im Schaffen des Künstlers, dessen sonstiges erhaltenes Material daran manchmal nicht heranzureichen vermag. Vielleicht liegt die besondere Kraft in der Ambivalenz dieses Themas. Momente des Schmerzes und der Angst ringen mit der sanften Ruhe die sie überstrahlt. Starke Dissonanzen ringen mit der Harmonie, der sie schlussendlich weichen, denn aller Hader endet mit dem irdischen Dasein. Was bleibt ist der ewige Friede.

Das Programm will diesen Übergang und die damit verbundenen Emotionen durch eine Auswahl von Werken verschiedener Charakteristik beleuchten. Der Bogen spannt sich von tiefer Verzweiflung, wie sie der Text von Miserere mei widerspiegelt, bis hin zu festem Glauben, welcher im Ave verum zum Ausdruck kommt, umrahmt von gregorianischen Gesängen, die in ihrer Aussage all den Frieden verheißen, den das ewige Leben mit sich bringt.

Mit Werken von: Tallis, De Monte, Byrd