Tempus Perfectum

Der Ausdruck tempus perfectum bezieht sich auf eine spezifische metrische Division in Kompositionen des 15. und 16. Jahrhunderts, deren Grundprinzip die Aufteilung der „Brevis“ (der Basis-Notenwert) in drei „Semibreven“ ist. Das „drei in eins“ – Prinzip kann leicht mit der Heiligen Dreifaltigkeit in Verbindung gebracht werden, daher auch der Terminus „perfekte Zeit“. Komponisten verwendeten das Dreiermetrum also häufig in Anspielung auf die Perfektion der Dreifaltigkeit. Dieses Programm präsentiert die Verwendung dieses metrischen Kunstgriffes vom Blickwinkel verschiedener Komponisten und Epochen.

Enthält Werke von:
Dufay, Obrecht, Martini, Vaet, Lassus, Tye