Jakob Huppmann

Jakob 2013

Altus

Der junge österreichische Countertenor, Jakob Huppmann begann seine musikalische Ausbildung bei den Wiener Mozartsängerknaben, wo er seinem älteren Bruder Sebastian als Sopransolist nachfolgte. Sein Gesangsstudium absolvierte er bei Bernhard Landauer und Kai Wessel am Konservatorium in Wien, wo er 2011 ein Bachelordiplom mit Auszeichnung erlangte, und sich derzeit bei Uta Schwabe auf sein Masterdiplom vorbereitet. In dieser Zeit hat sich Jakob Huppmann durch intensive Beschäftigung mit Alter Musik zu einem Spezialisten entwickelt, dem auch das Singen aus Neumen oder weißer Mensuralnotation vertraut ist.

Neben der Tätigkeit für Cinquecento und andere professionelle Vokalensembles tritt Jakob Huppmann auch als Solist rege in Erscheinung. So trat er in der letzten Zeit mit Formationen wie dem Freiburger Barockorchester, dem Balthasar Neumann Ensemble, dem Mozarteum Orchester Salzburg, dem Clemencic Consort, dem Wiener Bach Consort, oder Ars Antiqua Austria auf. Im Zuge dessen hat er bereits mit Dirigenten wie Ivor Bolton, René Jacobs, Alessandro de Marchi, Thomas Hengelbrock, Peter Tilling, Rubén Dubrovsky, und Wolfgang Katschner zusammengearbeitet. An der Seite von Georg Nigl sang er einen Abend mit Bachkantaten im Wiener Konzerthaus, sowie einen Soloabend mit virtuosen Barockarien und Duetten im Wiener Musikverein.

In den letzten Jahren trat Jakob Huppmann kontinuierlich in Opernproduktionen in Erscheinung, so unter anderem als Ottone in Philippe Boesmans Monteverdi-Adaption „Poppea e Nerone“ am Opernhaus Montpellier, in der Hauptrolle des Ulisse in Porporas „Polifemo“ im Rokokotheater des Schloss Schwetzingen, als Giulio Cesare in Händels gleichnamiger Oper im bayrischen Chiemgau, weiters in Produktionen der Opern „l'Orfeo“ & „l'incoronazione di Poppea“ am Theater an der Wien, sowie der Uraufführung von Max Nagls Jazzoper für Kinder „Camilo Chamäleon“ am Semperdepot in Wien. Namhafte Regisseure wie Claus Guth, Robert Carsen und Krzysztof Warlikowski führten dabei Regie.

Auch in Konzerten ist der Preisträger und Finalist mehrerer internationaler Gesangswettbewerbe (u. A. Hans Gabor Belvedere Gesangswettbewerb, Klassik Mania, Gianni Bergamo classic music award) häufig anzutreffen. So sang er in letzter Zeit unter anderem Bachs „Messe in h-Moll“ mit dem Mozarteum Orchester Salzburg unter Ivor Bolton, Bachs „Passion nach Matthäus“ am Opernhaus Erfurt, eine Tour mit Bachs „Messe in h-Moll“ durch Russland, sowie zahlreiche andere Konzerte u. A. am Théâtre des Champs-Élysées, der Philharmonie Essen, dem Palais des beaux arts Bruxelles und dem Wiener Musikverein.